Throne of Glass – Die Erwählte (Bd. 1) – Sarah J. Maas

Klappentext

Zwei Männer lieben sie.
Das gesamte Land fürchtet sie.
Nur sie kann das Königreich retten.

Celeana Sardothien ist jung, schön und zum Tode verurteilt. Doch dann erhält sie eine letzte Chance. Kronprinz Dorian hat sie dazu auserkoren, in einem tödlichen Wettkampf für ihn zu kämpfen. Gewinnt sie, erhält sie ihre Freiheit zurück. Verliert sie, bezahlt sie mit ihrem Leben…

Meine Meinung

Puuh, dachte ich, als ich die erste Seite aufschlug und sah, dass das Buch in der 3. Person geschrieben ist. Normalerweise mag ich diese Perspektive nicht, weil ich finde, dass man sich viel schlechter in die Charaktere mitfühlen kann. Allerdings hat es Sarah J. Maas durch ihren hervorragenden Schreibstil geschafft, meine Meinung diesbezüglich, zumindest was Throne of Glass angeht, zu ändern! Es stört überhaupt nicht, dass das Buch nicht in der Ich-Perspektive geschrieben ist. Die Gefühle und Gedanken der Charaktere werden ausführlich beschrieben, um sich gut eindenken zu können, ohne dabei zu schwafeln und Dinge unnötig in die Länge zu ziehen. Das macht den Lesefluss nahezu perfekt!

Celeana ist eine äußerst starke Hauptcharakterin: Sie ist die gefürchtetste Assasinin in ganz Adarlan – und das bereits mit 18. Aufgrund dessen wurde sie zur Arbeit in den Salzminen von Endovier verurteilt, was ein sicheres Todesurteil bedeutet. Doch eines Tages wird Celeana vom Captain der königlichen Leibgarde, Chaol, aus den Salzminen herausgebracht. Der Kronprinz Dorian möchte Celeana als seine Kandidatin für den Posten des Champions des Königs aufstellen. Celeana muss in wochenlangen Wettkämpfen gegen 23 Kontrahenten antreten, doch tief im Schloss lauert eine dunkle Macht, die für das ganze Königreich gefährlich werden könnte… Und nur Celeana kann sie aufhalten.

Zu Beginn wird man sehr gut in die neue Welt eingeführt, dabei hilft die beigefügte Karte des Königreichs vorn im Buch. Das hilft sehr dabei, sich zu orientieren.

Zwar ist Celeana eine brutale Assasinin, doch sie steht loyal zu ihren Freunden und zeigt eine liebenswerte Seite. Sie ist eine tolle Hauptfigur, in die man sich super einfühlen kann, da ihre Entscheidungen absolut nachvollziehbar sind und man sie insgeheim auch etwas bewundert. Ihre Gedanken sind manchmal etwas blutrünstig – sie malt sich oft aus, wie sie ihr Gegenüber gerade ermorden könnte. Allerdings springt daraufhin (meist) ihr Kopf ein und hält sie davon ab.

Generell sind die Charaktere toll ausgestaltet, man erkennt in jedem seine einzigartige Persönlichkeit und die Art zu denken.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was ich normalerweise auch furchtbar finde, allerdings sind die Szene immer an der Handlung orientiert und ziehen sich nicht unnötig in die Länge. Es werden keine einhundert Nebenkriegsschauplätze eröffnet. Im Gegenteil – man hofft weitere Informationen zu bekommen.

Dorian und Chaol verlieben sich beide in Celeana. Und auch Celeana findet an beiden Gefallen. Dreiecksgeschichten sind absolut nicht mein Ding, ich bevorzuge es, wenn sich die Romantik zwischen zwei Personen entwickelt – das ist aber Geschmackssache. Die beiden sind für mich etwas zu glatte Charaktere – aber wer will schon nicht den perfekten Kerl?

Die Prüfungen, die unbekannte Macht und die Liebesgeschichte machen die Handlung sehr spannend und schnelllebig. Es kommt keine Langeweile auf. Ich freue mich immer, wenn Charaktere zu Prüfungen antreten und zu sehen, wie sie die Situationen auf ihre ganz eigene Art lösen.

Letztendlich werden nicht alle Aspekte aufgeklärt, man kann das Buch aber zufrieden beenden. 

Fazit

Sarah J. Maas hat mit Throne of Glass einen gelungenen Fantasy-Reihen-Auftakt geschaffen. Celeana ist eine starke Hauptfigur, die man nur bewundern kann. Die Story ist spannend und absolut nicht langweilig, was einen super Lesefluss ermöglicht. Die Geschichte macht Lust und, da nicht alles am Ende aufgeklärt wird, auch den Bedarf nach mehr!

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