Das Juwel (Bd. 1) – Die Gabe – Amy Ewing

Klappentext

Violet lebt in Armut, aber sie hat eine besondere Gabe.
Eine Gabe, die ihre Chance und ihr Fluch zugleich ist …

Violet Lasting ist etwas Besonderes. Sie kann durch bloße Vorstellungskraft Dinge verändern und wachsen lassen. Deshalb wird sie auserwählt, ein Leben im Juwel zu führen. Sie entkommt bitterer Armut und wird auf einer großen Auktion an die Herzogin vom See verkauft, um bei ihr zu wohnen. Eine faszinierende, prunkvolle Welt erwartet sie. Doch das neue Leben fordert ein großes Opfer von ihr: gegen ihren Willen und unter Einsatz all ihrer Kraft soll sie der Herzogin ein Kind schenken. 
Wie soll Violet in dieser Welt voller Gefahren und Palastintrigen bestehen?
Als sie sich verliebt, setzt sie nicht nur ihre eigene Freiheit aufs Spiel. 

Meine Meinung

Ich habe Band 1 von Das Juwel auf Empfehlung einer Freundin gelesen, ich weiß nicht, ob ich es mir selbst ausgesucht hätte.

Violet lebt in einer Klassengesellschaft, in der die besonders begabten Mädchen der ärmsten Klasse, dem Sumpf, von ihren Familien getrennt werden, um an die Adeligen im Juwel verkauft zu werden. Diese können keine eigenen Kinder bekommen und nutzen die Mädchen als sogenannte „Surrogate“.

Das Konzept hat mich ein wenig an Die Tribute von Panem und an Die Bestimmung erinnert. Doch Das Juwel verbindet diese verhängnisvolle Klassengesellschaft mit Luxus, Stil und Glanz.

Der Gedanke, dass die Mädchen nicht mehr über ihren eigenen Körper verfügen können und teilweise noch schlimmer behandelt werden, ist erschreckend. Das Buch ist definitiv kein Friede-Freude-Eierkuchen, Wir-tanzen-alle-unter-dem-Regenbogen-Buch. Die Geschichte ist düster, Violet muss sich mit Gewalt, Intrigen und Tod auseinandersetzen.

Violet ist eine größtenteils sympathische Protagonistin, die sich in dieser grausamen Welt irgendwie zurecht finden muss, ohne sich selbst zu verlieren. Surrogate werden zwar als niedere Lebewesen betrachtet, doch ihre Herrinnen schätzen sie auf eine gewisse Weise und es zählt zu den liebsten Gesellschaftsunternehmungen, die Vorzüge des eigenen Surrogates darzustellen.

Violet muss die Grausamkeit und deren Folgen für sie selbst und ihre Freunde ertragen. Doch als sie sich verliebt, verstrickt sie sich immer mehr in Probleme, die nicht nur sie selbst das Leben kosten könnten…

Der Schreibstil von Amy Ewing ist sehr flüssig und man kommt trotz der komplexen Welt gut in die Geschichte rein. Man spürt regelrecht Violet Hilflosigkeit und ihren Willen, in dieser Welt zu überleben und sich nicht unterkriegen zu lassen.

Die Liebesgeschichte beginnt erst relativ spät und entwickelt sich für mich etwas zu rasant. Ich hatte nicht das Gefühl, das eine derart tiefe Liebe in so kurzer Zeit entstehen kann, was aber der Geschichte absolut keinen Abbruch getan hat sondern sie in eine komplett neue Richtung gelenkt hat.

Fazit

Ich habe Das Juwel – Die Gabe begeistert gelesen und konnte mich nur gezwungenermaßen von der Geschichte losreißen. Der Einstieg in die Welt fiel mir trotz der Komplexität leicht. Amy Ewing besitzt einen fesselnden und flüssigen Schreibstil, der bei mir die Lust nach mehr geweckt hat.

Band 1 besitzt einige unvorhersehbare Wendungen und das Ende hat mich etwas sprachlos und verwirrt zurückgelassen! Ich bin absolut gespannt auf Band 2 und freue mich darauf, die Geschichte um Violet weiter zu verfolgen.

Man darf nicht außer Acht lassen, dass der erste Band einer Trilogie, vor allem in einer solch komplexen Welt, dazu gedacht ist, den Leser in diese einzuführen und die Geschichte ins Rollen zu bringen. Ich sehe deshalb noch ein wenig Raum nach oben, bin aber wirklich zuversichtlich, dass dieser mit den Folgebänden gefüllt wird!

Ein Muss für alle Fans von Die Tribute von Panem und Die Bestimmung!

4,5 / 5 Sterne

Add a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.